Nachbericht zur „Radtour des Wandels“

Am Freitagnachmittag des 03.08.2018 haben sich bei bestem Sommerwetter etwa 25 interessierte Radfahrerinnen und Radfahrer aus Westerfilde, Bodelschwingh und Umgebung auf die „Radtour des Wandels“ begeben. Ziel der Tour war es, Orte und Schauplätze ins Licht zu rücken, an denen sich in den letzten Monaten und Jahren Veränderungen durch das Engagement verschiedenster Akteure ereignet haben. Um kurz nach 16 Uhr startete die bunt gemischte Gruppe nach einer kurzen Begrüßung am Quartiersbüro auf der Westerfilder Straße 23, welches gleichzeitig die erste von insgesamt 9 Stationen der ca. 15 Kilometer langen Tour darstellte.

Im Anschluss daran ging es in die benachbarten Wohnungsbestände des Wohnungsunternehmens Vonovia. Hier informierte Christoph Schedler vom Quartiersmanagement Westerfilde-Bodelschwingh die Menschen unter anderem über das Gartenprojekt „PikoPark“, ein gemeinschaftlich entwickelter, naturnaher Park, sowie über die teilweise künstlerisch neu gestalteten Fassenden der Wohngebäude, dessen Ausgestaltung im Rahmen einer Beteiligungsaktion mit den Menschen aus dem Stadtteil erarbeitet wurde. Darauf folgte die nächste Haltestation auf dem Westerfilder Marktplatz. Im Fokus standen hier die im August letzten Jahres von DoNaPart und Dank vieler helfender Hände umgestalteten Pflanzenkübel.

Von dort aus machte sich die Gruppe entlang der Westhausen Grundschule auf zur vor Kurzem eröffneten Radwerkstatt Westerfilde, die von nun an jeden Donnerstagnachmittag im Zeitraum von 16 bis 19 Uhr öffnet, um gemeinschaftlich defekter Räder zu reparieren. Auf dem Weg dorthin bestaunten alle Mitfahrerinnen und Mitfahrer das neue Gemälde an der Außenwand des Schulgebäudes. Dieses wurde von einem Graffiti-Künstler in gemeinsamer Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern der Schule entworfen.

Nach einem kurzen Trinkstopp an der Radwerkstatt ging es zurück auf die Räder in Richtung Station Nr. 7, dem Forsthaus Rahm. Dort erwartete die Gruppe bereits Anja Köhler und Thomas Kuss, Mitglieder des Imkervereins Derne. Sie erklärte, dass sich das Forsthaus aktuell in Sanierungsarbeiten befindet und es zukünftig sehr vielseitig genutzt werden soll. Unter anderem als außerschulischer Lernort für Kinder und Jugendliche, als Schulungsort für angehende Jäger sowie als Ausstellungsort für Naturpräparate. Was mit Bienenhonig alles möglich ist offenbarte sie der Gruppe mit einer Runde selbst hergestellter Müsliriegel mit Nordstadt-Honig! Sehr lecker!

Vom Forsthaus ging es bereits zur vorletzten Station, zum etwa Kilometer entfernten  Gut Königmühle. Judith Hesselink von der Stiftung help and hope begrüßte die Gruppe auf dem großen Gelände und nahm sie mit auf eine Reise der Veränderung des unter Denkmalschutz stehenden Guts. Heute ist es ein abenteuerlicher Ort, der insbesondere für Kinder und Jugendliche tolle natur- und tierpädagogische Angebote anbietet.

Etwas abgekühlt vom Schatten der großen Bäume auf dem Gut Königsmühle setzten sich die Radfahrerinnen und Radfahrer dann ein letztes Mal in Bewegung. Die Schlussetappe führte entlang des Emscher-Radweges zur Endstation der Tour, dem Hof Emschertal. Dort informierte Dirk Warmbier von den Emscher-Falken zunächst über die Historie und Funktion des benachbarten Hochwasserrückhaltebeckens. Zudem erklärte er, dass sich der zwischen Dortmund-Mengede und Castrop-Rauxel-Ickern liegende Hof inzwischen zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt hat, insbesondere für Radfahrer. Einen großen Anteil an dieser positiven Entwicklung hat auch die ehrenamtliche Arbeit der Emscher-Falken. Regelmäßig werden vielfältige, naturnahe Angebote für Kinder und Jugendliche angeboten, wie z. B. Rallyes zur Erkundung der Umgebung und gemeinschaftliches Gärtnern und Handwerken.

Nach den vielen Informationen klang der Abend in geselliger Runde und einem kalten Getränk bei zahlreichen Gespräche über das Gesehene und Erlebte aus. Das Organisationsteam, bestehend aus dem Projekt “nordwärts“-Teilprojekt DoNaPart, dem Quartiersmanagement Westerfilde-Bodelschwingh sowie den Emscher-Falken, möchte sich bei allen Mitfahrerinnen und Mitfahrern herzlich bedanken und hofft auf eine baldige Wiederholung, vielleicht ja im Frühling 2019 bei etwas angenehmeren Temperaturen und bereits noch weiter fortgeschrittenen Projekten.

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